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Die Auszubildenden erhalten im Rahmen der Ausbildung einen Lehrlingslohn, welcher je nach Region/Betrieb in etwa folgendem Lohn-Bereich liegt:
https://www.ict-berufsbildung.ch/fuerbetriebe/gut-zu-wissen
Je nach Berufsbild kommen jeweils für die gesamte Ausbildungszeit noch einige überbetriebliche Kurse (üK) dazu. Kostenpunkt pro Kurs-Tag sind ca. Fr. 180.– + Spesen (Weg / Essen). Beim Informatikerberufsbild sind es 35 Ük-Kurstage (7 Module zu je 5 Tagen) und beim Berufsbild ICT-Fachmann/-frau EFZ 24 üK-Kurstage (4 Kursmodule zu je 6 Tagen). Mediamatiker/in EFZ, sowie Entwickler/in Digitales Business EFZ sind von den Anzahl Ük-Tagen in etwa auf dem Niveau des Berufsbildes Informatiker/in EFZ. Alle Details dazu sind in den jeweiligen Bildungsverordnungen des Berufsbildes zu erfahren (https://www.ict-berufsbildung.ch/grundbildung/ict-lehren).
Für den IT Arbeitsplatz benötigen die angehenden IT-Spezialisten einen aktuellen und performanten Laptop. Die zeitgemässen Hardwaregeräte/Zubehör für den Auszubildenden sind mit rund Fr. 2500.— insgesamt sicher gut budgetiert. Pro Jahr kommen hier noch Schulmaterial / Bücher und allenfalls Lizenzkosten hinzu (geschätzt max. Fr. 1000.— pro Jahr ). Rechnen Sie mit den normalen «Initialkosten» für einen neuen Mitarbeiter in Ihrer Firma, wenn Sie die internen Grundkosten kalkulieren möchten.
Hinzugerechnet werden muss auch die Arbeitszeit der Betreuungsperson im Betrieb mit ca. 10-15% Arbeitspensum eines IT-Mitarbeiters (je nach Eignung/Engagement der auszubildenden Person). Diese Zeit wird für Learningsessions, Sitzungen, Bewertung, Review der Arbeiten etc. benötigt werden.
Die Betreuungszeit ist zu Beginn der Ausbildung am grössten und nimmt laufend ab (ab ca. 3. LJ bei 4 Ausbildungsjahren) sollte die auszubildende Person grösstenteils selbständig sein.
Je nach Ausbildungsberuf und der Entscheidung, die Ausbildung mit oder ohne Berufsmaturität (nur für 4-jährige Ausbildungen, gilt nicht für den ICT-Fachmann/-frau EFZ) ist die auszubildende Person 1-2 Tage in der Woche in der Berufsfachschule und nicht im Betrieb. In den Ferienzeiten, wo die Lernenden auch jeweils 5 Wochen Ferien erhalten, aber 12 Wochen Schulferien sind, ist es demnach nötig dies abzusprechen.
Von der internen Idee bis zum erfolgreichen Angebot eines Ausbildungsplatzes müssen Sie schon einige Wochen Zeit vorsehen. Sie stellen intern alle nötigen Informationen zusammen und überlegen sich, wer diesen Wunsch-Beruf intern ausbilden kann/will. Dann skizzieren Sie grob den internen Plan für den jeweiligen Beruf. Hilfestellungen dazu finden Sie sicher auch hier: https://www.ict-berufsbildung.ch/fuerbetriebe/lehrbetrieb-werden. Das Formular gibt einen relativ guten Prozess-Ablauf: https://www.ict-berufsbildung.ch/resources/Lehrbetrieb-werden_Checkliste-SDBB.pdf
Es ist elementar wichtig, dass Sie bei der Auswahl des/der künftigen Lernenden sehr gut «hinsehen» und die potenziellen Interessenten gut überprüfen und auswählen. Bewährt hat sich ein mehrstufiges Verfahren mit Berufserkundungstag, Schnupperlehre (3-5 Tage), Personalgespräch (engere Wahl), Elterngespräch und dann die Lehrstellenvergabe. Über die nötigen Voraussetzungen der jeweiligen IT-Berufsbilder gibt Ihnen die ICT-Berufsbildung Schweiz Auskunft: https://www.ict-berufsbildung.ch/grundbildung/ict-lehren/informatiker-in-efz / (auf der gleichen Seite sind auch die anderen Berufsbilder verlinkt).
Sehr empfehlenswert ist auch, dass Sie als künftiger IT-Ausbildungsbetrieb im Thurgau, jeweils Mitglied in unserem Berufsverband ICT-Berufsbildung Thurgau werden. Das entsprechende Mitglieds-Formular finden Sie hier: https://www.ict-bbtg.ch/ict-berufsbildung-thurgau/mitglied-werden/
Sie müssen einen ausgebildeten Informatiker EFZ angestellt haben, um die Berufsbilder Informatiker EFZ / Mediamatiker EFZ / ICT-Fachmann/-frau EFZ / Entwickler Digitales Business EFZ ausbilden zu können. Für das Berufsbild ICT-Fachmann/-frau EFZ ist minimalst ein ausgebildeter ICT-Fachmann EFZ notwendig. Die ausgewiesene Fachperson übernimmt die Fachausbildung, muss aber nicht zwingend auch selber den Berufsbildnerkurs für den Betrieb besucht haben. Zwingend ist jedoch, dass jemand aus Ihrer Firma diesen Ausbildner/-in Kurs vom Amt für Berufsberatung und Berufsbildung besucht hat oder besuchen wird.
Es ist immer gut, wenn mehrere Fachpersonen in einer Firma vorhanden sind, da ja auch Ferienstellvertretungen sichergestellt werden müssen.
Sie müssen ausserdem einen zeitgemässen und modernen Arbeitsplatz bieten können. IT-Projekte und IT-Aufgaben, welche sicher auch in fast in jeder Firma heute anfallen, sind sicher ebenfalls eine Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen IT-Ausbildungsplatz.
Es ist für Betriebe, welche neu eine Ausbildungsbewilligung beantragen, eine formelle Bewilligung beim Amt für Berufsberatung und Berufsbildung Thurgau nötig. Über all die übrigen Voraussetzungen informiert Sie folgender Webseite: https://abb.tg.ch/betriebliche-bildung/lehrbetriebe.html/3294
